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Saudi Arabien und Iran - scharfer diplomatischer Konflikt im Nahosten

Nahost: Saudi Arabien und Iran

Diplomatischer Konflikt zwischen Saudi Arabien und Iran kann potenziell zu einer weitgehenden Krise im Nahen Osten auslösen. Warum verschlechtert Riad die Beziehungen und welchen Einfluss die regionale Situation auf den Ölpreis 2016 ausüben kann?

Kurz vor dem Neujahr hat die Regierung von Saudi Arabien beschlossen, seinen religiösen Bürgern ein sehr ungewöhnliches Geschenk zu präsentieren. Am Jahresanlauf 2016 wurden mehr als 40 religiöse Schiiten Prediger hingerichtet, darunter Nimr al-Nimr, der für seine Predigten im Osten von Arabien berühmt war. Er hat zur Schaffung einer gerechten Gesellschaft gerufen, in der Sunniten, die die herrschende Familie heute unterstützen, kein Machtmonopol haben werden.

Situation im Nahost: Iran Atomabkommen

Welche andere Faktoren können für Nahost im Jahre 2016 entscheidend sein? Wenn Iran Atomabkommen unterschrieben und ratifiziert wird, werden die Sanktionen, die Teheran seit den frühen 80-er Jahren eingeschränkt haben, aufgehoben. Dadurch wird der Iran endlich in der Lage sein, seine Rolle als globaler Akteur auf der Weltbühne zu spielen. Zuallererst wird es sich dabei bestimmt um Öl handeln.

Die meisten Experten meinen, dass diplomatischer Konflikt zwischen Saudi Arabien und Iran vor allem durch die Verunsicherung von Herrscherhaus in Riad verursacht ist.

Erstens, ist der Ölpreis auf den niedrigsten Stand zurückgegangen. Dieses Jahr wird der Ölpreis unter $20 per Barrel nicht fallen, so die Experten, jedoch kann das Jahr 2017 neue Verbilligung der Energieträger mit sich bringen. Darüber hinaus plant Saudi Arabien Öl Förderung nicht zu drosseln, deshalb scheint nun die ankommende Überproduktion unvermeidlich zu sein. Das bedeutet, dass wichtiges politisches Druckmittel, das von Saudi Arabien seit Jahren verwendet worden war, wird sich allmählich auswachsen.

Saudi Arabien Öl Politik und Ölpreisverfall weltweit

Wenn früher die OPEC-Länder durch Drosselung von Ölproduktion Druck auf die USA und Eurozone ausüben konnten, hat die sogenannte Schiefergas-Revolution in den USA den Ölpreisverfall forciert und das Druckmittel unpraktikabel gemacht.

Zweitens verliert heute Saudi Arabien seine Monopolstellung als enger Verbündete des Westens. Bestimmt kann Iran kaum schnell zu dem nächsten Freund von Washington werden, ignorieren die USA beharrlich Riad Aufrufe, das Recht von Teheran auf Atomwaffen nicht zu anerkennen. In den letzten Jahren hat Washington keine eindeutige Position bezüglich des Nahen Ostens demonstiert, und im Jahr von Präsidentschaftswahlen 2016 können die USA jedes Interesse an der Region verlieren. Saudi Arabien versteht das sehr gut.

Schlussendlich verliert Saudi Arabien mittlerweile seine führende Position unter den Arabern. Selbstverständlich hat Riad enormen Währungsreserven kumuliert und legt nun große Summen in günstige politische Bewegungen an. Jedoch ist seine Beeinflussbarkeit mit Rücksicht auf die Bevölkerung von nur 28 Millionen Einwohner gegenüber 78 Millionen im Iran eher illusorisch. Hohe Kapazität der Teheran Wirtschaft kann dem Land schnell hohe Profite mitbringen.

Für den Nahen Osten bedeutet das vor allem, dass zwei wichtigsten Akteure der internationalen Beziehungen keine Lösungen finden können werden, die den Bürgerkrien in Syrien beenden und nötigen Widerstand für ISIL schaffen kann. Und während Teheran und Riad sich weiter und weiter entfernen, stärken die Islamisten ihre Kräfte immer weiter.

Bei Chief Financing 25.07.2016

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